Über 50 und kein bisschen weise ... keine Teenager mehr, aber noch laaange nicht alt ... vielleicht kurzsichtig, aber nicht blind ... nicht ganz knackig, aber aufregend ... eben WIR über 50! Wir lieben Mode, Schönheit, Leben, Gesundheit, Glück , Spaß und UNS!

Montag, 14. Oktober 2013

Huhu "Good Hair Days", wo seid ihr?

Wann seid ihr das letzte Mal am Morgen aus dem Bett gestiegen, einmal mit dem Kamm/der Büste durchs Haar gegangen und habt gedacht: "Spitze!"? Bei mir muss das schon sehr, sehr lange her sein, ich kann mich nämlich nicht daran erinnern. Dafür bin ich mit den "Bad Hair Days" richtig dicke, sind sie doch meine ständige Begleitung. Ich versuche morgens eh immer den Blick in den Spiegel zu vermeiden,  jedenfalls bis zum Schminken und Haare machen, blind krieg ich das (leider) nicht hin. Aber manchmal bin ich noch so müde, dass ich so tun kann, als kenne ich das, was ich da sehe nicht. Wobei das Schminken ist ja noch ganz okay, denn einen Vorteil haben auch Augenschatten, ich habe keine Tränensäcke ... Juhu.Aber nach ein paar Minuten, direkt nach der Wimperntusche und dem Abnehmen des Haarbandes folgt die Minute der Wahrheit.

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Locken habe, viele Locken, um genau zu sein, klingt nicht so schön, ist aber wahr, krause Haare. Gemeinerweise hatte ich als Kind echte Traumhaare, goldblone, dicke und lange Locken, jedenfalls bis ich bis zehn war. Da besuchte uns nämlich Tante Grete. Bei ihr mußte alles seine Ordnung haben, sie stichelte so lange bis ich mit ihr, ohne das Wissen meiner Mutter,  zum Friseur ging um endlich "ordentlich" auszusehen. Ich doofes Schaf! Meine Mama bekam einen Tobsuchtsanfall und sprach nie wieder mit Tante Grete und ich, ich bekam Krause, das volle Programm. In den 70igern gar nicht verkehrt, für den total angesagten Afro musste ich nichts tun. Aber ich hasste meine Haare aus vollem Herzen, wollte unbedingt lange, glatte, blonde Haare, die im Wind wehen, wenn mich mein Prinz auf sein weißes Pferd holt. Nichts da, ein Prinz war nicht in Sicht. Kein Wunder bei dem Kopf, also ging ich zum Glätten. Damnals noch eine umgekehrte Dauerwelle, das Ergebnis war Haarausfall. Zum Glück wuchsen sie irgendwann wieder nach, kraus natürlich, ich gab auf färbte sie rot, sehr rot. Irgendwann traf ich einen tollen Friseur, der erste, der mir den Tipp gab, nie zu bürsten, sondern , wenn überhaupt, nur einen ganz dicken Kamm zu benutzen. Ich liebte sie trotzdem nicht, aber arrangierte michzuerst. Dann stellte ich fest, es gibt Menschen (Männer), die stehen auf Locken und so langsam wurden sie mein Markenzeichen. Ich lernte sie  schätzen und irgendwann auch lieben, aber ärgern tun sie mich immer noch oft..

Inzwischen gebe ich echt viel Geld für mein Haar aus, bin en "Curly Girl" und lebe nun nach der "Curly-Girl-Methode", na ja, so ein bisschen jedenfalls. Eigentlich sollte man meinen, alles ist perfekt, aber weit gefehhlt, noch immer kommen die Notfallstrategien zum Tragen:

Stufe 1: Haar sieht nur nicht toll aus - Hier zupfen, da zupfen, ein bisschen kneten, das muss reichen.

Stufe 2: Haar sieht auf der einen Seite nach Pudel und auf der anderen nach plattem Wischmop aus, mit "Refrescher" kneten, Zopf binden.

Stufe 3 wie Stufe 2, nur mit Frizz, Knoten mit dem Flexi machen, Pony beschwören, nicht mehr in den Spiegel schauen.

Stufe 4: alles Sch***,  breites Haarband tief in Stirn (hinten sehe ich mich zum Glück ja nicht), interessant gucken und glauben: "Alle denken bestimmt ich bin eine total interessante Künsterlin". Bis meine liebe Kollegin fragt, ob mir die Ohren wehtun.

Ehrlich, wenn der Tag kommt, wo meine Haare morgens der perfekte Traum sind, bin ich bestimmt tot und im wahren Paradies angekommen...

Bis dann

Knutscha
Emm

Samstag, 12. Oktober 2013

Husten, Schnupfen, nicht tödlich?

Mich hat es einmal mehr erwischt! Ich verbrauche Großpackungen Tempotüchern, knarre und röchle mich durch den Tag. Nachts kann ich nicht schlafen, weil die Nase zu ist, der Hals kratzt, ich Durst habe und der Kopf schmerzt. Tagsüber bin ich nur müde (kein Wunder!), die Leute weichen vor meinen Niesattacken zurück, mein Antrieb ist der einer Rennschnecke und eigentlich will ich nur ins Bett, verwöhnt und bemitleidet werden. Aber was ist? Meine Chefin gibt mir eine extra nette Sonderaufgabe, meine Tochter (studiert Medizin) bemerkt trocken: "Mama, daran stirbt man nicht und schwirrt ab zu ihrem Liebsten (Bääääh). Meine Mutter zählt mir all die schlimmen Krankheiten auf, die sie schon hatte und meine beste Freundin erzählt mir von ihrem Lieblingsfüßballverein. Von männlichen Reaktionen erzähle ich mal nicht, gab es sie? Die Welt ist kalt und grausam, keiner hat mich lieb.

Nun, eine Packung Schokoküsse und "Who want´s to live forever?"(Queen) später, liege ich mit meinem Kuschelkissen vor dem Fernseher und zieh mir lauter schlechtes Fernsehen rein (ich bin ja krank und darf das!). Jetzt habe ich Hunger und Lust auf Shoppenn, das ist bestimmt ein Zeichen: Ich werde (einmal mehr) überleben!

Knutscha
eure

Emm

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Cher oder doch lieber ich?

Am Samstag habe ich Wetten dass ... gesehen. Ja, ich gehöre zu den wenigen 5,4 Mio. Menschen, die das getan haben, statt zuzusehen, wie sich zwei Kerle die Fressen polieren. Okay, aufregend war es nicht, viel zu lang und der Lanz gefällt mir auch nur in der Stummschaltung. Aber es war allemal besser als zwei Stunden hinter einem Sofakissen zu hocken. Aber das war nicht der einzige Grund, eigentlich gab es noch drei: 1. Ruth Maria Kubitschek, weil ich die Frau einfach toll finde und genau so gerne mit 82 wäre (nur als ich); 2. Matthias Schweighöfer, ein, wie ich finde, grandioser Schauspieler mit einem tollen Humor und einfach süß und 3. Cher, weil ich das Gesamtkunstwerk selbst in Augenschein nehmen wollte.

Ganz ehrlich, natürlich sieht Cher künstlich und glattgebügelt aus, aber für 67 ist sie einfach der Hammer. Würde man sie irgendwo treffen, hielte man sie sicher so für Mitte/Ende 30. Ich frage mich, was für eine Arbeit da drin steckt, selbst meine 21-jährige Tochter merkte an, dass sie für diese Figur was geben würde (dabei hat sie wirklich eine hübsche Figur!). Ich habe keine Ahnung, wie Cher das angstellt hat, aber es passt alles, Gesicht, Hals und Hände, zusammen. Aber was mag mit dem Menschen dahinter sein? Wieviel Angst vor dem Alter, vor dem Tod lauert hinter der Fassade aus Jugend und Schönheit. Ich glaube, der Preis, den sie für die ewige Jugend zahlt ist verdammt hoch. Cher selbst sagt: "Altern ist Scheiße!" Ich kann mir das gut vorstellen, vor allem dann wenn man einen Kampf kämpft, den man am Ende "todsicher" verlieren wird. Irgendwie finde ich es traurig, dass man sie inzwischen hauptsächlich wegern all ihrer Op´s wahrnimmt. Dabei hat sie doch wirklich viel mehr zu bieten: Cher ist eine großartige Sängerin, eine tolle Schauspielerin, hat alle großen Preise gewonnen, ist ein echter Weltstar und seit 50 Jahren dick im Geschäft.

Chapeau Cher
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Ruth-Maria Kubitschek ist da ganz anders, eine Frau von 82, die ganz bei sich ist, sich gefunden hat.  Nie versucht sie eine andere zu sein, steht zu ihren Fältchen  und dem einen oder anderen Pfündchen zuviel. Trotzdem hat sie bemerkenswert wenige Falten, strahlt vielleicht mehr Jugend des Geistes aus als Cher. Genießt jeden Tag und ist dankbar für ihn. Sie findet es keineswegs scheiße zu Altern. Auch heute noch spielt sie tolle Rollen, malt wirklich bemerkenswerte Bilder und schreibt sehr lesenswerte Bücher.

Chapeau Ruth-Maria Kubitschek
By Chester100 (Udo Grimberg) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons


Wie möchte ich denn nun alt werden? Zunächst einmal möchte ich am liebsten ewig leben, wenn das aber nicht funktioniert, zumindest seeeeeeehr lange. Natürlich möglichst in geistiger sowie körperlicher Frisch, schön und reich. Aber ich bin durchaus bereit in einigen Punkten Abstriche zu machen. Ich möchte, bitte, bis zu meiner letzten Stunde in diesem Leben "ich" bleiben. Nein, ich denke, ich werde mich wohl eher nicht operieren oder spritzen lassen, zum einen weil ich ein Schisser bin und zum anderen, weil ich meine Zeit nicht mit einem aussichtslosen Kampf verschwenden will. Ich möchte jeden Tag lieben und leben dürfen.

Knutscha
 eure

Emm

Dienstag, 8. Oktober 2013

Seelen kriegen keine Falten

Ich habe ich euch von meiner Begegnung mit dem Gestern erzählt.
Danach habe ich mich gefragt, wie es denn im Allgemeinen so ist, mit den Bildern im Kopf, denen vom Ich und denen der Anderen.  Diese Frage habe ich dann  mit einer meiner ältesten Freundinen erörtert. Sie sagte dazu ein paar richtig kluge Sätze, wie: "Leider habe ich ja Null Ahnung, wie ich selbst rüber komme. Ich habe zwar das Gefühl viel jünger zu sein, aber wie mich andere wahrnehmen? Keine Ahnung, ob ich jünger oder älter aussehe." Stimmt, dachte ich, die Selbstwahrnehmung ist absolut subjektiv. Aber es geht auch nicht nur ums Selbstbild, sondern auch das Bild der menschen, die ich oft oder gar täglich sehe. Jeder der Kinder hat, kennt sicher das Gefühl: "Für mich bleiben sie immer irgendwie meine Babys. Aber auch mit meiner Mutter erging es mir ganz ähnlich, ich empfand sie auch mit bald 80 und nach einigen schweren Erkrankungen noch als stark, fit, dynamisch und total jung aussehend, als die starke Frau, die sie immer war. Erst vor kurzem, als sie mir entgegen kam und mein Hirn noch nicht im "Erkennen-Modus" war, sah ich eine alte Dame, die sich auf ihren Stock stützte und ein wenig gebeugt ging. Plötzlich erkannte ich mit viel Zärtlichkeit ihr Alter und auch dass nun sie irgendwie des Schutzes bedarf.


Und bei mir selbst? Wenn ich spontan,  ohne kritische Brille, in den Spiegel schaue, sehe ich keine  Falten, registriere  den langsam beginnenden Sieg der Schwerkraft nicht. Erst wenn ich genauer hinsehe, mit dem Bewußtsein "Ich bin über 50" nehme ich all das (leider) wahr. Innen drin aber fühle ich mich  nicht viel anders als mit 20 oder doch wie mit 30? Meine Seele kann alles, reißt immer noch Bäume aus, will immer noch, dass es rote Rosen für mich regnet, erlebt noch jedes Abenteuer, trifft Mr. Right und sogar den Märchenprinzen auf dem weißen Pferd. Erst die Stimme, der Vernunft, die Erfahrung und leider auch manchmal mein Körper, bremsen sie aus.

Wollte man nun philosophieren könnte man sich fragen, was ist realer: Seele oder Verstand? Welches ist der bessere Ratgeber? Wahrscheinlich braucht man Beides  um glücklich oder wenigsten zufrieden (die Stimme der Vernunft!) alt zu werden. Aber man kann sich ja, wenn die Vernunft zu laut ist, auch mal auf beginnende Schwerhörigkeit berufen ;).

Knutscha
 eure
Emm


Montag, 7. Oktober 2013

Date mit der Vergangenheit ... schön wars

Samstag war es soweit, ich habe meinen alten Schulfreund getroffen.

Kennt ihr das? Im Kopf altern Menschen nicht, im Unterbewußstein bleibt das alte Bild, in meinem Fall war es 32 Jahre alt . Im Grunde geht man los und erwartet einen 20-jährigen und dann steht sich die Wirklichkeit gegenüber, ein  Mann von Mitte 50 trifft Frau von Anfang 50. Beide haben etwas anderes erwartet, denke ich (Obwohl ich meine Fotos bei facebook NIE photoshope!). Wir hatten sicher eher eine Zeitreise im Kopf, als ein Treffen mit der Realität,  aber eigentlich gar nicht so schlecht ist. Mit etwas Abstand finde ich, das Leben war ganz nett zu uns, wir sind jung für unser Alter, leben gerne und sind im "Ich" angekommen. Keine braven Mid-Ager, sondern immer noch leicht verrückt und das ist gut so.

Wir haben einen sehr schönen Nachmittag in Berlin verbracht, ich habe K. ein bisschen was von meiner Stadt gezeigt und seine Socken qualmen lassen, in einem netten Cafe haben wir dann noch ein bisschen geratscht, ehe er den Heimweg antreten mußte.

Spaß hat es gemacht, die Vergangenheit zu treffen, wir leben sehr verschieden und sind es wohl auch, aber ich finde es hat sich gelohnt.

Knutscha
eure

Emm

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Date mit der Vergangenheit

Damals ... ich
Unglaublich, aber wahr. Da soll noch einmal einer sagen, Facebook tauge nichts. Dank Facebook treffe ich nach 33 einen Schulfreund wieder. Seit dem Abitur habe ich weder ihn noch irgend jemand anderen aus unserem Jahrgang wiedergesehen.

Aber Facebook machte es möglich. Damals in einem anderen Leben, noch in meiner Heimatstadt, haben wir uns  jede Woche zusammen mit anderen Freunden einmal in der Woche im Theatercafe getroffen, über Gott, die Welt und in erster Linie über uns geredet. Über all unseregroßen Ziele im Leben. Man disskutierte schlicht alles, es war angesagt, sich und andere zu zerpflücken.  Was aus den meisten  geworden ist weiß ich nicht. Von einem, unserem Klügstens, weiß ich, er hat nichts auf die Reihe bekommen.

Auch mein erster fester Freund gehörte zu dieser Runde, er barch mir ein paar Jahre später dann (fast) das Herz gebrochen, als er einfach so ging. Auch ihn habe ich über Facebook wieder getroffen und wir konnten nach dreißig Jahren klären, was damals passiert ist.

Und nun treffe ich die Vergangenheit,  zwar nicht O., aber K., auch einer der Netten aus der Runde und ich bin gespannt ...

Knutscha
eure
Emm

Dienstag, 1. Oktober 2013

Auf dem Weg zur Selbsterkenntnis Teil 2

Die hausaufgabe sind erledigtt? Super! Das Schwierigste habt ihr schon geschafft, ihr kennt eure Maße und den Zustand eures Körpers. Ihr habt euch bewußt gemacht, was ihr an euch mögt und was ihr lieber ein wenig kaschieren möchtet. Und genau darum soll es heute gehen, was passt zu mir, was steht mir richtig gut und vor allem worin fühle ich mich wohl? Denn es bringt gar nichts, dass ich euch empfehle bei eher kurzen Beinen höhere Absätze zu tragen, wenn ihr darauf nicht laufen könnt. Dann lauft ihr mit schmerzverzerrtem Gesicht und genervt durch die Gegend. Beides macht gewiss Niemanden schöner. Also bitte, vergesst bei all den Tipps nicht, jeder ist sein eigener Maßstab und das Aller- Allerichtigste ist, wie ihr euch fühlt und es ist eure Entscheidung!!!

Jetzt könnt ihr euch eine Tabelle anlegen (im Kopf oder auf dem Papier) in die ihr eure neuen Erkenntnisse schreibt (ihr merkt, ich steh auf Notizen und Tabellen ;)


Das bin ich

Spalte1 Aussehen/Zustand LIKE Maßnahmen
Hals lang, schlank x Betonen!
Arme kräftige Oberarme, optimierbar Keine (selten) ärmellose(n) Tops; Sport machen!
Busen Pamela bin ich nicht x guter BH; Push up
zuwenig locker fallende Oberteile, die was wegmogeln
Bauch könnte weniger sein siehe Taille
Rücken etwas schief kaschieren
Hüfte eher schmal x enge Jeans, Betonen!
Po okay, aber auch optimirbar enge Jeans halten zusammen ;) Wechselduschen, Naturschwamm-Massagen
Beine leider nicht so lang, wie ich sie gerne hätte keine Shorts; Wechselduschen, Naturschwamm-Massagen, Absatz (aber nur wenn ich Lust drauf habe!
Waden kräftig x ich mag sie :)
Füße okay x Pflege, schöner Nagelack
Haut Ich bin zufrieden und verstecke meinen Bauch ;) x besser kein Bauchfrei ;)
Cellulitis zum Glück kein großes Problem siehe Beine
Maße sag ich nicht ;) Ziel: Größe L :)
ca. 97-80-97
Kleidergröße  XL L undweitermachen mit dem Abnehmen

So Mädels, jetzt habe ich nakisch gemacht für euch, damit ihr seht, wie eine solche Tabelle aussehen könnte. Mir hilft sie gut beim Einkaufen, ich weiß genau, was ich lieber nicht tragen sollte. Wenn ich es dann doch tue, dann mit Freude :)

Fortsetzung folgt ...

Knutscha
eure

Emm