Über 50 und kein bisschen weise ... keine Teenager mehr, aber noch laaange nicht alt ... vielleicht kurzsichtig, aber nicht blind ... nicht ganz knackig, aber aufregend ... eben WIR über 50! Wir lieben Mode, Schönheit, Leben, Gesundheit, Glück , Spaß und UNS!

Dienstag, 8. Oktober 2013

Seelen kriegen keine Falten

Ich habe ich euch von meiner Begegnung mit dem Gestern erzählt.
Danach habe ich mich gefragt, wie es denn im Allgemeinen so ist, mit den Bildern im Kopf, denen vom Ich und denen der Anderen.  Diese Frage habe ich dann  mit einer meiner ältesten Freundinen erörtert. Sie sagte dazu ein paar richtig kluge Sätze, wie: "Leider habe ich ja Null Ahnung, wie ich selbst rüber komme. Ich habe zwar das Gefühl viel jünger zu sein, aber wie mich andere wahrnehmen? Keine Ahnung, ob ich jünger oder älter aussehe." Stimmt, dachte ich, die Selbstwahrnehmung ist absolut subjektiv. Aber es geht auch nicht nur ums Selbstbild, sondern auch das Bild der menschen, die ich oft oder gar täglich sehe. Jeder der Kinder hat, kennt sicher das Gefühl: "Für mich bleiben sie immer irgendwie meine Babys. Aber auch mit meiner Mutter erging es mir ganz ähnlich, ich empfand sie auch mit bald 80 und nach einigen schweren Erkrankungen noch als stark, fit, dynamisch und total jung aussehend, als die starke Frau, die sie immer war. Erst vor kurzem, als sie mir entgegen kam und mein Hirn noch nicht im "Erkennen-Modus" war, sah ich eine alte Dame, die sich auf ihren Stock stützte und ein wenig gebeugt ging. Plötzlich erkannte ich mit viel Zärtlichkeit ihr Alter und auch dass nun sie irgendwie des Schutzes bedarf.


Und bei mir selbst? Wenn ich spontan,  ohne kritische Brille, in den Spiegel schaue, sehe ich keine  Falten, registriere  den langsam beginnenden Sieg der Schwerkraft nicht. Erst wenn ich genauer hinsehe, mit dem Bewußtsein "Ich bin über 50" nehme ich all das (leider) wahr. Innen drin aber fühle ich mich  nicht viel anders als mit 20 oder doch wie mit 30? Meine Seele kann alles, reißt immer noch Bäume aus, will immer noch, dass es rote Rosen für mich regnet, erlebt noch jedes Abenteuer, trifft Mr. Right und sogar den Märchenprinzen auf dem weißen Pferd. Erst die Stimme, der Vernunft, die Erfahrung und leider auch manchmal mein Körper, bremsen sie aus.

Wollte man nun philosophieren könnte man sich fragen, was ist realer: Seele oder Verstand? Welches ist der bessere Ratgeber? Wahrscheinlich braucht man Beides  um glücklich oder wenigsten zufrieden (die Stimme der Vernunft!) alt zu werden. Aber man kann sich ja, wenn die Vernunft zu laut ist, auch mal auf beginnende Schwerhörigkeit berufen ;).

Knutscha
 eure
Emm


Montag, 7. Oktober 2013

Date mit der Vergangenheit ... schön wars

Samstag war es soweit, ich habe meinen alten Schulfreund getroffen.

Kennt ihr das? Im Kopf altern Menschen nicht, im Unterbewußstein bleibt das alte Bild, in meinem Fall war es 32 Jahre alt . Im Grunde geht man los und erwartet einen 20-jährigen und dann steht sich die Wirklichkeit gegenüber, ein  Mann von Mitte 50 trifft Frau von Anfang 50. Beide haben etwas anderes erwartet, denke ich (Obwohl ich meine Fotos bei facebook NIE photoshope!). Wir hatten sicher eher eine Zeitreise im Kopf, als ein Treffen mit der Realität,  aber eigentlich gar nicht so schlecht ist. Mit etwas Abstand finde ich, das Leben war ganz nett zu uns, wir sind jung für unser Alter, leben gerne und sind im "Ich" angekommen. Keine braven Mid-Ager, sondern immer noch leicht verrückt und das ist gut so.

Wir haben einen sehr schönen Nachmittag in Berlin verbracht, ich habe K. ein bisschen was von meiner Stadt gezeigt und seine Socken qualmen lassen, in einem netten Cafe haben wir dann noch ein bisschen geratscht, ehe er den Heimweg antreten mußte.

Spaß hat es gemacht, die Vergangenheit zu treffen, wir leben sehr verschieden und sind es wohl auch, aber ich finde es hat sich gelohnt.

Knutscha
eure

Emm

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Date mit der Vergangenheit

Damals ... ich
Unglaublich, aber wahr. Da soll noch einmal einer sagen, Facebook tauge nichts. Dank Facebook treffe ich nach 33 einen Schulfreund wieder. Seit dem Abitur habe ich weder ihn noch irgend jemand anderen aus unserem Jahrgang wiedergesehen.

Aber Facebook machte es möglich. Damals in einem anderen Leben, noch in meiner Heimatstadt, haben wir uns  jede Woche zusammen mit anderen Freunden einmal in der Woche im Theatercafe getroffen, über Gott, die Welt und in erster Linie über uns geredet. Über all unseregroßen Ziele im Leben. Man disskutierte schlicht alles, es war angesagt, sich und andere zu zerpflücken.  Was aus den meisten  geworden ist weiß ich nicht. Von einem, unserem Klügstens, weiß ich, er hat nichts auf die Reihe bekommen.

Auch mein erster fester Freund gehörte zu dieser Runde, er barch mir ein paar Jahre später dann (fast) das Herz gebrochen, als er einfach so ging. Auch ihn habe ich über Facebook wieder getroffen und wir konnten nach dreißig Jahren klären, was damals passiert ist.

Und nun treffe ich die Vergangenheit,  zwar nicht O., aber K., auch einer der Netten aus der Runde und ich bin gespannt ...

Knutscha
eure
Emm

Dienstag, 1. Oktober 2013

Auf dem Weg zur Selbsterkenntnis Teil 2

Die hausaufgabe sind erledigtt? Super! Das Schwierigste habt ihr schon geschafft, ihr kennt eure Maße und den Zustand eures Körpers. Ihr habt euch bewußt gemacht, was ihr an euch mögt und was ihr lieber ein wenig kaschieren möchtet. Und genau darum soll es heute gehen, was passt zu mir, was steht mir richtig gut und vor allem worin fühle ich mich wohl? Denn es bringt gar nichts, dass ich euch empfehle bei eher kurzen Beinen höhere Absätze zu tragen, wenn ihr darauf nicht laufen könnt. Dann lauft ihr mit schmerzverzerrtem Gesicht und genervt durch die Gegend. Beides macht gewiss Niemanden schöner. Also bitte, vergesst bei all den Tipps nicht, jeder ist sein eigener Maßstab und das Aller- Allerichtigste ist, wie ihr euch fühlt und es ist eure Entscheidung!!!

Jetzt könnt ihr euch eine Tabelle anlegen (im Kopf oder auf dem Papier) in die ihr eure neuen Erkenntnisse schreibt (ihr merkt, ich steh auf Notizen und Tabellen ;)


Das bin ich

Spalte1 Aussehen/Zustand LIKE Maßnahmen
Hals lang, schlank x Betonen!
Arme kräftige Oberarme, optimierbar Keine (selten) ärmellose(n) Tops; Sport machen!
Busen Pamela bin ich nicht x guter BH; Push up
zuwenig locker fallende Oberteile, die was wegmogeln
Bauch könnte weniger sein siehe Taille
Rücken etwas schief kaschieren
Hüfte eher schmal x enge Jeans, Betonen!
Po okay, aber auch optimirbar enge Jeans halten zusammen ;) Wechselduschen, Naturschwamm-Massagen
Beine leider nicht so lang, wie ich sie gerne hätte keine Shorts; Wechselduschen, Naturschwamm-Massagen, Absatz (aber nur wenn ich Lust drauf habe!
Waden kräftig x ich mag sie :)
Füße okay x Pflege, schöner Nagelack
Haut Ich bin zufrieden und verstecke meinen Bauch ;) x besser kein Bauchfrei ;)
Cellulitis zum Glück kein großes Problem siehe Beine
Maße sag ich nicht ;) Ziel: Größe L :)
ca. 97-80-97
Kleidergröße  XL L undweitermachen mit dem Abnehmen

So Mädels, jetzt habe ich nakisch gemacht für euch, damit ihr seht, wie eine solche Tabelle aussehen könnte. Mir hilft sie gut beim Einkaufen, ich weiß genau, was ich lieber nicht tragen sollte. Wenn ich es dann doch tue, dann mit Freude :)

Fortsetzung folgt ...

Knutscha
eure

Emm


Montag, 30. September 2013

Auf dem Weg zur Selbserkenntnis, Teil 1

Keine Sorge, ich werde hier keine Abhandlung über dem Alter angemessene Mode schreiben, weil es die in meine Augen  nicht gibt, ich finde sowas OBERDOOF!!! Angemessen ist in meinem Augen, die Mode, die Kleidung in der man (frau) sich wohlfühlt. Wenn man selbst das Gefühl hat: "Ich sehe gut aus, das passt zur mir", ist alles okay. Denn dann strahlt man Sicherheit und Selbstbewußtsein aus und das macht schön.

Aber wie erreicht man es, sich gut zu fühlen, die eigene Persönlichkeit mit Kleidung zu unterstreichen und ganz man selbst zu sein?

Wie so oft im Leben, tut dieser Weg manchmal ein wenig weh, den Anfang nimmt er nämlich mit der Selbsterkenntnis und die ist nicht immer nett.

Meine Empfehlung, macht euch nakisch  und stellt auch vor einen großen Spiegel und versucht euch mit den Augen eines/einer Fremden zu sehen und macht ganz in Ruhe Bestandsaufnahme. Das Gesicht lassen wir heute aus, das kommt noch. Versucht euch objektiv gegenüber zu stehen, also weder zu verschönern, noch das Gegenteil (dazu neigen wir Frauen!). Nehmt ein Maßband (Zentimetermaß) und schreibt euch eure Maße auf:


 Sollte eure Brust- und Hüftmaße ähnlich sein und die Tailie schmaler sein, Herzlichen Glückwunsch, ihr habt wenig Probleme. 

Aber leider geht es den wenigsten von uns so, bei einiegen sind Brust und Hüfte okay, aber an der Tailie muß man noch arbeiten ;) jetzt schaut genau hin! Habt ihr einen langen oder einen kurzen Hals, einen vollen Busen oder ist er eher klein, wie ist sein Zustand? Sind die Schultern schmal, breit, abfallend?. Habt ihr einen kleinen oder größeren Bauch? Wie sieht es mit Rettungsringen aus? Wie ist der Po, Apfel oder Birne, kanckig oder gehorcht er schon ein wenig der Erdanziehung? Sind die Oberschenkel schlank oder füllig, die Beine lang oder kurz, gerade oder O bzw. X? Wie sind euere Waden, wie die Füße? Wie groß seid ihr? Was habt ihr für Farben? Wie sieht es mit der Haut aus, mit Falten und Cellulitis?

Falls es nicht so ganz klappt mit der objektiven Selbsterkenntnis, bittet jemanden ein Foto (ohne jede Pose!) in Unterwäsche von euch zu machen (von vorn und hinten!), lasst es ein paar Tage liegen und schaut es dann kritisch an. Auf einem Foto kann man sich viel besser objektiv wahrnehmen.

Habt ihr eure Ergebnisse, so nun eure Hausaufgaben, drei Fragen:

1. Was an euch gefällt euch gut bis sehr gut?
2. Was an euch, gefällt euch nicht so gut?
3. Was an euch würdet ihr gerne verändern?

Bis ganz bald
 Knutscha
eure

Emm


Donnerstag, 26. September 2013

Null Bock auf Job?

Gestern habe  einen interessanten Thread gelesen.  Eine Userin schrieb, sie wisse gar nicht, was mit ihr los sei. Sie habe immer gerne und engagiert gearbeitet, ist über 50 und auf einmal habe sie keine Lust mehr auf den Job, würde viel lieber ihren vielen anderen Interessen nachgehen.

Gute zu wissen, man ist nicht allein. Es andere, denen es ähnlich geht.  Ich weiß, es ist toll einen guten Job zu haben. Trotzdem geht es vielen Frauen so. Ich dachte schon, es liegt daran, dass ich faul und bequem geworden bin.

Woran mag es nun aber wirklich liegen, dass es vielen von uns so geht?

Die meisten über 50-jährigen wissen ganz genau, es wird im Job kaum noch nach oben gehen, vielleicht noch seitwärts. Aber die Mehrheit werden wohl bis zur Rente/Pension auf ihrem Stuhl kleben (jedenfalls, wenn sie Glück haben) und am Hamsterrad drehen. Denn seien wir doch mal ehrlich, wieviele Frauen über 50 kennt ihr, die noch große Karriere gemacht haben, ausgenommen mal die, die eh schon ganz weit oben angekommen sind? Die lasse ich mal außen vor, denn das ist (leider) nicht meine Liga. Irgendwie ist der Gedanke." Egal, wie sehr du dich bemühst, weiter kommst du nicht mehr" ziemlich blöd. Was passiert? Die Motivation schwindet und frau wendet sich anderen Dingen zu, die Anerkennung oder vielleicht das Gefühl etwas zu schaffen, einbringt.

Oder definieren wir unsere Wertigkeiten neu? Einer meiner Lieblingssprüche: Es gibt Wichtiges und es gibt Wichtigeres. Inzwischen gehört der Job für mich leider in die erste Kategorie. Als alte Hasen im Beruf haben die meisten von uns schon lange erkannt, dass in vielen Jobs auch jede Menge Überflüssiges passiert. Vieles hängt damit zusammen, dass jede/jeder Vorgesetzte sich wichtig fühlen will und sich für diese Selbst-Bauchpinselei manchmal ganz schön blöde und zeitaufwendige Spielchen ausdenkt.Und wer hat schon noch Lust auf die Gängelei? Wenn man mich mal liese und meine Erfahrungen zu schätzen wüßte, könnte die Sache ja noch Spass machen, aber ...

Wir kennen uns inzwischen sehr genau, wir brauchen den Job nicht mehr, um uns Bestätigung zu holen, wir wissen ganz genau, wer und was wir sind. Aber uns ist auch klar geworden, dass unsere Zeit auf dieser Erde nicht unbegrenzt ist. Wir sehen an unseren alten Eltern, dass es keine Garantie für lebenslange Gesundheit und geistige Frische gibt.  Viele haben schon Menschen, die lieb und teuer waren, verloren. Der Gedanke: "Wenn nicht jetzt, wann denn dann?" wird zum ständigen Begleiter.

Wenn die Mäuse stimmen würden, wäre ich ganz gerne Privateuse und würde gerne einem von denen, die alles viiiiel besser können meinen Job zu überlassen. Leider fehlt mir noch ein Sponsor oder ein mir gewogener Lottogott  ;-)

Knutscha
eure

Emm

Mittwoch, 25. September 2013

Nicht dick, nicht dünn, that´s me

Kennt ihr das? Ich stehe morgens wirklich früh auf (ohne jeglichew Begeisterung!),  die Wege in Berlin sind einfach sind lang und ich bin morgens entsetzlich dröselig. Mein (fast) erster Blick gilt  dem Wetterberichte und sollte die Entscheidung fallen "Was ziehe ich heute an?". Betonung auf "sollte".

Heute nicht, ich bin noch gar nicht herbstlich gestimmt. Und  was ich eigentlich anziehen wollte, war nicht gebügelt, meine Lieblingsjeans MUSSTE sein. Was nun? Die erste Wahl ein nagelneues Jäckchen sah zur Jeans und mit Polo einfach  langweilig aus und mit Bluse spießig. Die zweite Wahl, eine Tunika ging gar nicht, sie stammt, wie die meisten meiner Klamotten noch aus dem letzten Winter und da hatte ich 10 kg mehr auf den Rippen. Letztendlich habe ich eine Viertelstunde vertan habe nun meine Lieflingsstrickjacke mit einem Polo zu meiner Jeans an. Es ist okay.

Abnehmen ist ja was Schönes, aber die Klamottenfrage macht es nicht einfacher. Für die netten preiswerten und auch die teuren Boutiquen bin ich leider immer noch zu dick, das sieht alles spack aus. Für die "Großen Größen" bin ich aber zu dünn, da häng ich so drin.
Dabei habe ich offiziell natürlich wegen der Gesundheit angefangen mit Abnehmen, aber eigentlich wohl eher, weil es mich sowas von genervt hat, nie die Klamotten zu kriegen, die ich wollte. Für die Übergrößenabteilung war ich eher zu schlank und für die normale Mode entschieden zu dick. Warum wird eigentlich so gut wie nie Mode für ganz normale Frauen mit den Größen 44-48 gemacht? Aus meiner Sicht, liebe Designer, eine echte Marktlücke!

Mein Ziel? In  L zu passen, weil man L überall findet, sogar bei TK Maxx (ich liebe es), Weniger als L will ich nicht, sonst werde ich noch zum Plisseeteil ;). Und richtig dünn finde ich auch gar nicht schön. Meine "liebe" Freundin mit den vielen guten Ratschlägen ist richtig dünn und was hat sie davon? Lange Ärmel und IMMER Strümpfe.

In diesm Sinne, bis bald
Knutscha

eure
Emm